4 Gründe, warum Sie aufhören sollten, Fahrzeugunfälle "Unfälle" zu nennen

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wird die Zahl der Verkehrsunfälle bis 2030 voraussichtlich die siebthäufigste Todesursache in der Welt, wenn sich nicht etwas ändert. Jeden Tag sterben mehr als 500 Kinder und jede Minute sterben zwei Menschen bei Verkehrsunfällen. Und doch bezeichnen viele Menschen diese Vorfälle immer noch als "Unfälle".

Eine Gruppe von Non-Profit-Organisationen, Regierungen und Unternehmen - darunter auch die Mitglieder von Together for Safer Roads (TSR) - fordern die Menschen auf, das Wort Unfall" nicht mehr zu verwenden, wenn sie sich auf einen Autounfall beziehen, da es von unserer eigenen Verantwortung ablenkt, die Straßen sicherer zu machen.

Eine aktuelle New York Times Artikel zitierte Mark Rosekind, den Leiter der U.S. National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA), der während einer Konferenz an der Harvard School of Public Health sagte: "Wenn man das Wort 'Unfall' benutzt, ist das wie 'Gott hat es geschehen lassen'". "In unserer Gesellschaft kann die Sprache alles sein."

Befürworter sagen, wir sollten die Ereignisse als das bezeichnen, was sie wirklich sind: Abstürze und Kollisionen. Die New York Times Artikel stellt fest, dass 28 Verkehrsministerien der US-Bundesstaaten ihre Terminologie von "Unfällen" auf "Abstürze" geändert haben.

Unfälle sollten nicht als Unfälle bezeichnet werden, weil sie vermeidbar sind. Hier sind vier Gründe, warum wir alle aufhören sollten, Verkehrsunfälle "Unfälle" zu nennen.

  1. Denn die Entscheidungen und das Verhalten von Menschen sind oft die Ursache für einen Crash. Geschwindigkeitsüberschreitung, Trunkenheit am Steuer und abgelenktes Fahren führen zu Unfällen. Andere Risikofaktoren sind Müdigkeit, Stress, illegale Drogen und unerfahrenes Fahren. Die Art und Weise, wie man fährt, ist eine Entscheidung, die von Menschen getroffen wird. Wenn das Ergebnis ein Unfall ist, negiert man die Verantwortung, indem man es einen Unfall nennt.
  2. Weil die Straßen- und Fahrzeugkonstruktion schuld sein kann. Schlecht gestaltete und schlecht gewartete Straßen oder fehlerhafte Fahrzeuge können zu Unfällen führen. Diese Ereignisse als Unfälle zu bezeichnen, verharmlost jedoch die eigentliche Ursache. Es ist Aufgabe der Regierung, der Unternehmen und der Bürger, gemeinsam zu diskutieren, zu finanzieren, zu forschen und die Straßen- und Fahrzeugsicherheit zu verbessern.
  3. Weil Gesetze und Strafverfolgung verbessert werden können. Nur 34 Länder haben Gesetze erlassen, die gegen die fünf wichtigsten Risikofaktoren für Verkehrsunfälle vorgehen (z. B. Geschwindigkeitsüberschreitung, Trunkenheit am Steuer, Sicherheitsgurte, Kindersicherungen und Motorradhelme). Unternehmen, Menschen und Regierungen sollten sich zusammenschließen, um die Gesetze zu verschärfen und die Straßen sicherer zu machen.
  4. Denn junge Fahrer sind nicht gut genug ausgebildet und trainiert. Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren sind für die Hälfte aller Verkehrstoten und -verletzten verantwortlich. Untersuchungen zeigen, dass Fahranfänger, die an Führerscheinprogrammen teilnehmen, besser geschützt sind - ebenso wie ihre Mitfahrer - als diejenigen, die nicht geschult werden.

Strengere Gesetze, gut gewartete Straßen, verbesserte Aufklärung und erhöhtes Bewusstsein können Leben retten. Alles beginnt mit Verantwortlichkeit. Und das ist kein Zufall.